Schweiz
Abstimmungen 2026

SRG-Abstimmung: SP-Nationalrat will Senkung auf 300 Franken stoppen

Ueli Schmezer kritisiert Albert Rösti nach dem Abstimmungserfolg zur SRG.Video: watson

«Nicht korrekt»: Ueli Schmezer will Gebührensenkung auf 300 Franken stoppen

08.03.2026, 13:0508.03.2026, 15:08

«Es ist eine Klatsche für Thomas Matter und seine Kollegen», sagt Ueli Schmezer nach dem deutlichen Resultat zur SRG-Halbierungsinitiative. Er sei «sehr erfreut», so der SP-Nationalrat.

Schmezer gibt zu bedenken, dass die Gebühren in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken seien. «Jetzt ist eine Grenze erreicht.»

Was der Bundesrat und Albert Rösti mit den Gebührensenkungen gemacht hätten, sei «nicht korrekt».

Er werde Rösti morgen in der Fragestunde deshalb fragen, ob er angesichts des deutlichen Neins die Senkung auf 300 Franken gerechtfertigt finde. «Ich finde es wichtig, dass wir jetzt die Frage stellen, ob die rechtliche Grundlage, auf die sich der Bundesrat beruft – nämlich Artikel 68a des RTVG – reicht für eine willkürliche Senkung auf 300 Franken».

Die ganzen Ausführungen Schmezers siehst du im Video:

Video: watson

Matter widerspricht Schmezer

Thomas Matter ist mit Schmezers Angriff auf die Gebührensenkung nicht einverstanden. «Es wäre das Undemokratischste überhaupt, wenn man jetzt diese Reduzierung auf 300 Franken pro Jahr kippen würde», sagt der SVP-Nationalrat gegenüber TeleZüri. Er stellt in Aussicht, in so einem Fall die Abstimmung wiederholen zu wollen.

«Es wäre das Undemokratischste überhaupt, wenn man jetzt diese Reduzierung auf 300 Franken pro Jahr kippen würde»
Thomas Matter, SVP-Nationalrat
Thomas Matter findet Schmezers Ankündigung «undemokratisch».Video: watson

Matter war zusammen mit Gregor Rutz Co-Präsident des Initiativ-Komitees der SRG-Initiative. Das Volksbegehren verlangte die Senkung der Radio- und Fernsehgebühren auf 200 Franken sowie die vollständige Abschaffung der Unternehmensabgabe. Heute betragen die Gebühren für Radio und Fernsehen 335 Franken pro Haushalt und Jahr.

Der Bundesrat war den Initianten schon im vergangenen Jahr entgegengekommen. Er beschloss, die Haushaltsabgabe auf dem Verordnungsweg auf 300 Franken pro Jahr zu senken. Zahlreiche Unternehmen müssen in Zukunft ausserdem keine Abgabe mehr bezahlen.

(cma/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
179 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Robi Roborock
08.03.2026 13:12registriert Januar 2018
Ui, das finde ich jetzt ganz heikel, weil ja mit der bereits angekündigten Senkung auch Abstimmungsksmpf gemacht wurde. So gut die Absicht ist, scheint mir das Vorgehen doch etwas grenzwertig.
31916
Melden
Zum Kommentar
avatar
Suchlicht
08.03.2026 13:20registriert August 2015
Wäre diese Senkung nicht bereits am Horizont erkennbar gewesen, hätte dies bestimmt einen grossen Einfluss auf die heutige Abstimmung gehabt. Dass Schmetzer als Ex-SRGler jetzt noch am Tag der Abstimmung das bodigen möchte, lässt tief blicken und ist politisch mindestens unsensibel.
28528
Melden
Zum Kommentar
avatar
SpitaloFatalo
08.03.2026 13:40registriert März 2020
Schmezers Schlussfolgerung ist falsch. Viele dürften Nein gestimmt haben, im Wissen, dass eine Reduktion der Serafe-Gebühren bereits beschlossen ist.
19316
Melden
Zum Kommentar
179
«Letzte Option»: 10 Paviane im Zoo Zürich getötet
Der Zoo macht in einer Mitteilung publik, dass in den letzten Wochen zehn Dscheladas eingeschläfert wurden. Solche Tötungen sind selten, aber nicht neu – der Zoo erklärt die Gründe.
Der Zoo Zürich hat in der vergangenen Woche zehn Blutbrustpaviane – auch Dscheladas genannt – getötet. Dies sei zur Stabilität der Population zwingend nötig gewesen, argumentiert der Zoo in einer Medienmitteilung.
Zur Story